Bayram in der Tagesgruppe Hindenburgstraße

„Wir sind richtig aufgeregt, dass wir das hier gemeinsam machen dürfen“, begrüßt Sozialpädagoge Frank Hofmann die anwesenden Kinder und Eltern am Nachmittag des 9. April 2025 in der Tagesgruppe Hindenburgstraße. Etwa 30 Menschen verschiedener Kulturen und Religionen haben sich heute eingefunden, um Bayram zu feiern – auch Zuckerfest genannt. Mit diesem Fest endet für Muslime weltweit der Fastenmonat Ramadan, in dem die Gläubigen zwischen Sonnenauf- und Untergang fasten.

Interkulturelle und interreligiöse Öffnung, das ist Frank Hofmann und der Tagesgruppe ein wichtiges Anliegen. Schließlich stammen die Kinder sowie die Familien mit Unterstützungsbedarf regelmäßig aus christlichen wie auch aus muslimischen Familien.

Das Zuckerfest orientiert sich zeitlich am Mondkalender und findet daher jedes Jahr an einem anderen Tag statt. Dass es in der Tagesgruppe etwa zwei Wochen später gefeiert wird, sei nicht so schlimm, beteuert Frank Hofmann. „Ostern feiern wir übrigens auch zeitversetzt, nämlich schon am Gründonnerstag.“

Das Foto zeigt Frank Hofmann mit einem Johnny Cash Jeans Hemd, vor einem bunten Hintergrund.

Diplom-Sozialpädagoge Frank Hofmann ist seit 1997 in der Tagesgruppe Hindenburgstraße (Foto: Archiv)

Langjährige Tradition der Tagesgruppe

Angefangen haben die Feierlichkeiten zu Bayram in der Tagesgruppe vor etwa 10 Jahren. Damals hat ein türkisches Kind, das in die 3. Klasse ging, das Fest mit seiner Familie für die Tagesgruppe vorbereitet. Heute sei das Kind 18 und Bayram in der Tagesgruppe eine echte Tradition, erzählt der Sozialpädagoge mit einem Lächeln im Gesicht. Das Fest haben dieses Jahr wieder einige muslimische Eltern zusammen mit den Mitarbeitenden der Tagesgruppe organisiert.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ergreift Ramasan aus der muslimischen Gemeinde in Ludwigsburg das Wort. „Meinen Namen könnt ihr euch leicht merken“, sagt Ramasan in Anspielung auf den Fastenmonat Ramadan und lockert damit sofort die Stimmung. „Ich will euch von gemeinsamen Propheten im Judentum, Christentum und dem Islam erzählen.“ Dafür hat er sogar ein kleines „Programmheft“ gebastelt, das die Anwesenden parallel zum Zuhören studieren können.

Als es dann in den Garten der Tagesgruppe geht, haben alle bereits mächtig Appetit. Am Buffettisch gibt es Herzhaftes und Naschereien, Salate, Couscous und traditionellen türkischen Mohnkuchen.

An den großen Gruppentischen in der Gartenmitte herrscht eine gesellige Stimmung, alle kommen ins Gespräch und lernen sich kennen. Und so vergehen die anderthalb Stunden wie im Flug, bis Frank Hofmann am Ende des Nachmittags sich bei allen Anwesenden und vor allem den fleißigen Helfern bedankt.

„Jedes Jahr stellen wir aufs Neue fest, dass wir alle Traditionen und Werte haben, die sich oft gar nicht so sehr voneinander unterscheiden. Schön, dass Sie und Ihr auch dieses Bayram wieder zu einer tollen Veranstaltung gemacht habt!“

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wir sind überwältigt von dem wunderbaren Festtag, den wir am gestrigen Sonntag, 10. Mai 2026, gemeinsam mit Ihnen feiern konnten. Zu Beginn möchten wir uns ganz herzlich bei der Firma Wüstenrot bedanken, die uns auch in diesem Jahr ihre Parkflächen für unsere Gäste zur Verfügung gestellt hat. Unser Dank gilt ebenfalls allen Mitarbeitenden, ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern, ohne die ein solches Fest nicht möglich wäre.