Ein Jubiläum der Gemeinschaft: 150 Jahre Karlshöhe
„Es gibt keine Ränder in der Gesellschaft. Alles, was geschieht, geschieht in ihrer Mitte.“ Mit diesem Satz beschreibt Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha in seinem Grußwort ziemlich genau, worum es beim 150-jährigen Jubiläum der Karlshöhe geht: um Menschen, die Unterstützung brauchen – und um eine Gemeinschaft, die sie trägt.
Auch die Karlshöher Schirmherrin Eva Luise Köhler betont in ihrem Grußwort die persönliche Verbundenheit mit der Einrichtung: „Als gebürtige Ludwigsburgerin ist mir die Karlshöhe schon seit meiner Jugend ein Begriff. So habe ich hier zum Beispiel gelernt, wie man richtig Kartoffeln schält.“ Wie lebendig und getragen diese Gemeinschaft ist, wird direkt zu Beginn der Jubiläumsfeier deutlich: Der inklusive Chor „Projekt Einfach Singen“ wird bei seinen Auftritten mit großem Applaus gefeiert.
Die Karlshöher Kirche im Glanz der Jubiläumsfeier
Begleitet wird der Abend von Fernsehmoderator Michael Antwerpes, der das Gespräch mit Fragen an den Karlshöher Vorstand eröffnet. Darunter auch die nach der Bedeutung der Karlshöhe. „Bei den täglichen Herausforderungen des Lebens haben Menschen viele Gründe, Hilfe zu benötigen“, antwortet der Wirtschaftliche Vorstand Frank Gerhard.
Dr. Dörte Bester, Theologisch-Diakonischer Vorstand, erfüllt ihre Arbeit: „Meine Arbeit macht immer Sinn und meistens auch Freude.“
Zu dieser sinnstiftenden Arbeit tragen mittlerweile mehr als 750 Mitarbeitende bei; ungefähr 1.200 Menschen werden von der Karlshöhe Ludwigsburg betreut. Was 1876 mit einem Kinderheim startete, ist heute eine diakonische Einrichtung mit insgesamt sechs verschiedenen Hilfebereichen – eine christliche Einrichtung mit Tradition, die in den letzten zehn Jahren zunehmend digitalisiert wurde und so eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schafft. „Auch das Thema KI werden wir nun verstärkt angehen“, erklärt Frank Gerhard.
Fabian Seewald begeistert mit seiner eindrucksvollen Show das Publikum
Brücken baut auch der Künstler Fabian Seewald. Bei seinem Auftritt meldet sich spontan die Karlshöher Bewohnerin Uschi Gabrowski als Freiwillige. Gemeinsam mit dem Künstler verzaubert sie das Publikum mit einer Seifenblasen-Performance. Sie wohnt seit 2011 auf der Karlshöhe, heute ist sie gemeinsam mit dem inklusiven Chor „Einfach Singen“ auf der Jubiläumsfeier.
Mehr als 300 Menschen, die das vielfältige Netzwerk der Karlshöhe sichtbar werden lassen, sind heute in der Karlshöher Kirche versammelt, um zu feiern. Michael Antwerpes moderiert auch die Talkrunde mit Landrat Dietmar Allgaier, dem Ludwigsburger Oberbürgermeister Prof. Dr. Matthias Knecht, Oberkirchenrätin Prof. Dr. Annette Noller und dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates, Dekan Michael Werner. Gemeinsam sprechen sie über die Rolle der Karlshöhe in Ludwigsburg und im Landkreis. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Bedeutung haben Solidarität, Nächstenliebe und diakonische Arbeit in der heutigen Welt? Welche Aufgaben übernimmt eine Einrichtung, die staatliche Strukturen allein nicht leisten können? Darüber hinaus beleuchtet die Talkrunde, wie die Karlshöhe den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördert, Menschen in schwierigen Lebenslagen begleitet und Impulse für die Zukunft sozialer Arbeit setzt.
Karlshöher Schirmherrin Eva Luise Köhler begrüßt die Gäste
Nach dem Programm wartet ein Buffet mit kulinarischen Köstlichkeiten auf die Gäste. Unter anderem gibt es Linsensalat mit Sellerie, Ziegenkäse-Tomaten-Terrine sowie leckeres Schokoladenmousse und Grapefruit-Matcha-Würfel zum Nachtisch. Alles wurde liebevoll von der Karlshöher Hauswirtschaft zubereitet, die an diesem Tag mit insgesamt 21 Mitarbeitenden die Gäste bewirtet. ist. Über den gesamten Abend hinweg entstehen viele spannende und inspirierende Gespräche. Auch nach der Feier hält die positive Resonanz an: Immer wieder bedanken sich Eingeladene für die gute Atmosphäre, die Leichtigkeit der Veranstaltung und das kurzweilige, unterhaltsame Programm. Die Karlshöhe dankt allen Gästen und Helfenden für diese gelungene Jubiläumsfeier, die sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.
Fotografie: Micha Knorpp
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