Die Karlshöhe damals und heute

Fünf Fragen an Peter Plum (86), Orgelbaumeister

Orgelbaumeister Peter Plum neben der Karlshöher Orgel.

Peter Plum ist der Erbauer der Orgel in der Karlshöher Kirche, die 2024 50 Jahre alt wird. Am Jahresfest (28.03.2024) wird er Orgelführungen anbieten, zusammen mit dem Leiter der Karlshöher Kantorei, Nikolai Ott. 

Wann haben Sie die Karlshöher Orgel gebaut?

Peter Plum: Die  Karlshöher Orgel wude 1973 konstruiert und angefertigt und 1974 in der Karlhöher Kiche eingebaut. Dazu musste der Unterbau des Altarraumes auf der Westseite statisch mit viel Beton gefestigt werden, um das Gewicht der Orgel sowie von Chor und Orchester tragen zu können.

Was ist an der Karlshöher Orgel besonders?

Peter Plum: Der erste Gestaltungsentwurf  der Orgel wurde seinerzeit vom Verwaltungsrat der Karlshöhe abgelehnt mit der Begründung, er wäre zu festlich für die in Notzeiten errichtete Kirche. Zusätzlich wurde ein zusätzliches Prinzipal 16′ Register gewünscht in schlichter Darstellung. Als ich die Orgel im Februar dieses Jahres nach dreißig Jahren wieder gesehen habe, hat mich der gute Zustand des Werkes erfreut.

Wie viele Orgeln haben Sie in Ihrem Leben erbaut?

Peter Plum: Ich habe in über 50 Berufsjahren 120 neue Werke in Kirchen errichtet und 30 kleinere Truhenorgeln in vielen Variationen erbaut, die auch in einem Wohnzimmer Platz finden. In einem selbst editierten Buch habe ich sie alle aufgeführt, in dem auch die Karlshöher Orgel als Opus 25 mit zwei Manualwerken und Pedal sowie 32 Registern mit 2320 Pfeifen aufgeführt wird.

Wo hatten Sie Ihre Werkstätten?

Peter Plum: Diese waren bis zum Jahresende 2020 in der Schillerstadt Marbach mit zeitweilig 12 Mitarbeitern. Ursprünglich hatte ich in meiner Heimatstad Aachen sowie auch im Ausland als Orgelbauer gearbeitet. Nach Ludwigsburg bin ich über die Orgelbaufirma Walcker gelangt, bei der ich als  Konstrukteur arbeitete. An der Oskar-Walcker-Schule habe ich damals die Meisterprüfung abgelegt.     

Was muss ein Orgelbaumeister beherrschen?

Peter Plum: Ein Meister seines Faches sollte die vielfältige Erfahrungen der alten Baumeister studieren, hören, achten, bewahren und restaurieren können.
Beim Bau einer Orgel kommen viele Bauelemente ins Spiel: Akustische  Voraussetzungen, die Materialwahlen, statisches Verhalten, Raum und Umwelteinflüsse, die Spielwindanlage (Gebläse), die Windladen, das Lager, die Werkverteilungen, die Spielmechanik, die mechanische Registratur, die pneumatische Steuerungen, elektrische und elektronische Steuerungen, Pfeifenmaterialien, Zinn- und Blei- Legierungen, Pfeifenherstellung, Klangbearbeitung, Intonation, Stimmzugänge und ergonomische Spieltischanlage. Sie sehen, das ist eine ganze Menge! Zudem muss ein Orgelbauer natürlich musikalisch sein und etwas von Orgelmusik verstehen!

Die Statue des Erzengels Michael

In einer Welt, die immer wieder von Konflikten erschüttert wird, bleibt der Wunsch nach Frieden ein zeitloses Anliegen. Dieser Artikel wirft einen Blick auf ein bedeutendes Symbol dieses Friedens: die Statue des Erzengels Michael bei der Karlshöher Kirche.

Die Karlshöher Kirchturmuhr – Wunderwerk der Mechanik

Im Kirchturm der Karlshöhe verbirgt sich ein Uhrwerk von hoher mechanischer Qualität. Die Karlshöher Mitteilungen haben den Karlshöher Diakon und Uhrmacher Tom Scheppat zu der Uhr befragt, um etwas über ihre Funktionsweise zu erfahren.

Fünf Fragen an Orgelbaumeister Peter Plum

Fünf Fragen an Marbacher Orgelbaumeister Peter Plum (86), den Erbauer der Orgel in der Karlshöher Kirche, die 2024 50 Jahre alt wird und am Jahresfest (28.3.2024) Orgelführungen geben wird, zusammen mit dem Leiter der Karlshöher Kantorei, Nikolai Ott.

Mitarbeitende und Mitarbeitendenvertretung gedenken Diakon Wilhelm Breier

Mitarbeitende und Mitarbeitendenvertretung gedenken Diakon Wilhelm Breier Der 9. November ist der Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Um dieses Gedenken wachzuhalten, verlegt der Künstler Gunter Demnig seit 1996 die so genannten „Stolpersteine“ in...

Martin – ein zeitloser Wohltäter

Die Martinsfigur am Brüderhaus: Barmherzigkeit und Diakonie

Johann Brendel blieb bei seinen Leisten

Johann Brendel war fast sechzig Jahre als Schuster auf der Karlshöhe aktiv. Er ist am 26.01.2022 im KARLINUM verstorben.

Das Mädchenhaus der Karlshöhe

Begonnen hat alles 1876 mit Neubauten im norddeutschen Stil. Zwei Häuser je für Knaben und Mädchen bildeten die Keimzelle eines damals „innovativen“ Kinderheim-Konzeptes.