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Wie ein Bosch-Manager die Karlshöhe erlebte

Felix Bensing ist Technologie-Manager bei der Firma Bosch und hat 2021 im Rahmen des Talent-Pool-Programms (TLP) für werdende Führungskräfte an der Erlebnispädagogik-Alpenüberquerung mit betreuten Kindern und Jugendlichen der Karlshöhe teilgenommen. Die Karlshöher Mitteilungen haben ihn nach seinen Eindrücken befragt.

Das Karlshöhe-Bosch-Alpenüberquerungsteam 2021 (Fotos: Felix Bensing/privat)

Weshalb haben Sie sich im Rahmen der unterschiedlichen TLP-Sozialprojekte für die Alpenüberquerung per Radtour entschieden von Füssen nach Meran?

Felix Bensing: Ich fahre privat gern sportlich Rad, auch regelmäßig in den Bergen – und mich hat gleich die Aufgabe sehr gereizt, mit den Sozialarbeitenden und den anderen Bosch-Teilnehmenden eine Gruppe Kinder und Jugendliche zu leiten, zu motivieren und positiv zu führen.

Waren die Kinder und Jugendlichen der Karlshöhe denn eigentlich fit genug für diese sportliche Herausforderung?

Wir hatten deshalb erst Trainingstouren im Raum Ludwigsburg gemacht, um herauszufinden, wie der Fitness-Stand ist. Die ersten ein, zwei Tage haben manche etwas gekämpft, aber dann haben alle schnell zugelegt.

Woher kamen die Fahrräder und hatten Sie Pannen?

Wir Bosch-Mitarbeitende haben unsere eigenen mitgebracht. Die Kinder- und Jugendhilfe der Karlshöhe verfügt ebenfalls über Räder, die im allerersten TLP-Projekt angeschafft wurden. Diese Alpenüberquerung hat ja bereits einige Male in ähnlicher Form stattgefunden. Und was technische Pannen betrifft: Wir hatten jeden Morgen etwas nachzustellen, zu ölen oder zu reparieren gehabt. Das war schon Routine.

Sie haben die Tour im Vorfeld auch geplant?

Unsere Bosch-Kollegin Franziska ist hier besonders hervorzuheben. Sie hat die Organisation der Buchungen der Unterkünfte vorgenommen – in Coronazeiten keine ganz leichte Aufgabe. Es hat nicht nur perfekt geklappt, es waren auch tolle Unterkünfte dabei, beispielsweise direkt am Ufer des Reschensees.

Was waren für Sie persönliche Highlights?

Ich durfte mit einem kleinen Jungen zusammen die Norbertshöhe hochfahren, das ist die größte Gebirgspass-Steigung auf der Strecke. Er hat sehr gekämpft, es aber am Ende doch geschafft und war unglaublich stolz. Er war schon im Jahr zuvor dabei gewesen und hatte an dieser Stelle absteigen und schieben müssen. Das hatte er als Niederlage empfunden gehabt. Das war eine tolle Aufgabe, ihn zu begleiten und Tipps zu geben. Mit jedem Höhenmeter ist er glücklicher geworden und hat dann unglaublich gestrahlt! Da wurde ganz deutlich, dass es um viel mehr geht als nur um eine Fahrradtour. Man kommt an seine Grenze, beißt sich durch, das sind Erfahrungen, die jeder Mensch im Leben machen muss und die einem den Rücken stärken. Auch für meinen zehnjährigen Sohn, der eher behütet lebt und den ich ganz bewusst mitgenommen habe, war es eine sehr wertvolle Erfahrung, mit den Kindern und Jugendlichen ein Team zu bilden, die es im Leben ein bisschen schwerer haben. Sehr beeindruckt haben mich auch die Sozialarbeitenden der Karlshöhe, die mitgeradelt sind, das ist ein sehr anspruchsvoller und für die Gesellschaft wertvoller Job, den sie leisten. Insgesamt war das eine sehr bereichernde Erfahrung.

Was würden Sie künftigen Teilnehmenden der Firma Bosch und der Karlshöhe mit auf den Weg geben wollen, auf was sollte man bei diesem Projekt achten?

Die Hauptsache ist tatsächlich die Frage, wie kann man den Kindern und Jugendlichen menschlich etwas mitgeben? Da muss man jede Situation im Auge behalten. Wir hatten beispielsweise einen kleinen Jungen mit italienischen Wurzeln dabei. Der durfte als Erster mit dem Rad die italienische Grenze passieren. Sein Foto „als Erster“ mit dem Italia-Grenzschild hat er gleich begeistert mit dem Handy nachhause geschickt. Das hat ihn sehr motiviert. Man muss bereit sein und Freude daran haben, sich auf die Kinder und Jugendlichen menschlich einzulassen. Sie sollen möglichst viel mitnehmen.

Worauf sind Sie stolz bei dieser Tour?

Wir waren ein tolles Team – Danke an alle Kolleg*innen der Karlshöhe und von Bosch, die das ermöglicht haben! Und wir waren wohl die erste Gruppe seit Jahren, bei der nie jemand schieben musste.

Interview: Michael Handrick

Bosch-Manager Felix Bensing mit Sohn

Bosch-Manager Felix Bensing mit Sohn

Zusammenfassung in Einfacher Sprache

Die Alpenüberquerung findet mit dem Fahrrad statt

Dabei sind Sozialarbeiter der Karlshöhe.

Dabei sind außerdem Ehrenamtliche der Firma Bosch.

Und es sind Kinder und Jugendliche von der Karlshöhe dabei.

Die Bosch-Mitarbeiter sind künftige Führungskräfte.

Sie wollen sich im Beruf weiterentwickeln.

Sie betreuen die Kinder und Jugendlichen.

Sie sammeln dabei Erfahrungen für Ihren Beruf.

Sie müssen Menschen bei der Arbeit führen.

Dazu muss man viel über Gruppen wissen.

Man muss wissen, wie sich Menschen verhalten.

Sie fahren natürlich auch mit, weil es Ihnen Freude macht.

Sie stellen ihre Zeit zur Verfügung.

Sie helfen sehr, dass die Fahrrad-Tour möglich wird.

Alle lernen voneinander bei dieser Reise.

Man muss sehr gut aufeinander achten.

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